Bitte beachten Sie auch die aktuellen Hinweise. Vielen Dank

Pokerspiel und Suchtgefahr

Autor: QuantumStraight | Datum: Do. 21. Juni 2007

Auch wenn ich persönlich Poker nicht für ein Glücksspiel halte, möchte ich hier dennoch und ausdrücklich auf das Thema Suchgefahr eingehen. Der nachfolgende Artikel entstammt in Teilen der Wikipedia Enzyklopädie und ist an der entsprechenden Stelle auch als solcher gekennzeichnet.

Für die meisten ist Poker ein harmloses Freizeitvergnügen. Für manche kann daraus aber auch bitterer Ernst werden. Sie könnten abhängig vom Spiel werden und dadurch unter Umständen sogar sich selbst und ihre Familie ruinieren.

Meine persönlichen Tips an Sie ….

Als verantwortungsbewußter Pokerspieler und Inhaber dieser Website ist Spielsucht für mich durchaus ein Thema und ich möchte Sie damit nicht alleine lassen. Deswegen gebe ich Ihnen hier einige Informationen an die Hand als kleine Hilfestellung.

  • Spielen Sie zur nur Unterhaltung und nicht um damit Geld zu verdienen.
  • Achten Sie sorgfältig darauf, dass zwischen Ihrem Pokerspiel und Ihren anderen Freizeitaktivitäten einm ausgewogenen Verhältnis herrscht.
  • Setzen Sie sich ein Verlustlimit und hören Sie auf, wenn Sie den festgelegten Betrag verloren haben.
  • Spielen Sie niemals und ich meine wirklich NIEMALS, mit geliehenem Geld.
  • Setzen Sie sich ein Zeitlimit. Zum Beispiel zweinal mal die Woche jeweils 3 Stunden.
  • Machen Sie regelmäßige Pausen zwischen Ihren einzelnen Spielperioden.
  • Spielen Sie niemals, um verlorenes Geld wieder zurück zu gewinnen.
  • Seien Sie immer wachsam. Bei höheren Verlusten und depressiven Stimmungen verstärken sich die Risiken problematischen Spielverhaltens.
  • Wenn Sie eine Glückssträhne haben, schön für Sie aber, hören Sie rechtzeitig auf bevor Sie wieder alles verloren haben.
  • Setzen Sie im schon om Vorfeld fest, bei welcher Gewinnsumme Sie aufhören wollen.

Sollten Sie dennoch Probleme bekommen und Sie benötigen Hilfe, dann scheuen Sie sich nicht auf angebotene Hilfe zurückzugreifen. Der nachfolgende Artikel aus der Wikipedia Enzyklopädie soll Ihnen helfen, verdächtige Merkmale zu erkennen. Am Ende des Artikel finden Sie auch weiterführende Links zu mehr Informationen und Hilfe.

Absatz

Dieser Teil des Artikels entstammt der Wikipedia Enzyklopädie.

Spielsucht = Pathologisches Spielen = zwanghaftes Spielen

Pathologisches Spielen oder zwanghaftes Spielen, umgangssprachlich auch als Spielabhängigkeit oder Spielsucht bezeichnet, wird durch die Unfähigkeit eines Betroffenen gekennzeichnet, dem Impuls zum Glücksspiel oder Wetten zu widerstehen, auch wenn dies gravierende Folgen im persönlichen, familiären oder beruflichen Umfeld nach sich zu ziehen droht oder diese schon nach sich gezogen hat. Männer sind davon häufiger betroffen als Frauen. In Deutschland gibt es ca. 200.000 Betroffene.

Pathologisches Spielen wird in der ICD-10-Klassifikation (zusammen mit Trichotillomanie, Kleptomanie und Pyromanie) unter die Abnormen Gewohnheiten und Störungen der Impulskontrolle eingeordnet. Nicht dazu gezählt wird das exzessive Spielen während manischer Episoden sowie bei der dissozialen Persönlichkeitsstörung, wo es als Symptom des Grundproblems betrachtet wird. Im englischen Sprachbereich bzw. DSM-IV wird von “pathological” oder “compulsive gambling” bzw. oft auch “problem gambling” gesprochen.

Symptome von Spielsucht
Häufiges oder auch episodenhaft wiederholtes Spielen ist mit einer ausgesprochenen gedanklichen Beschäftigung bezüglich “erfolgsversprechender” Spieltechniken oder Möglichkeiten zur Geldbeschaffung - das erforderliche “Anfangskapital” - verbunden. Versuche, dem Spieldrang zu widerstehen scheitern wiederholt, das Spielen selbst wird vor anderen (Familienangehörigen wie Therapeuten) verheimlicht, die oft schwerwiegenden finanziellen Konsequenzen führen letztlich jedoch oft zum Zerbrechen von Beziehungen, auch, weil sich der Betroffene immer wieder darauf verlässt, “andere” (Familienangehörige, Freunde, alte Bekannte) würden ihm die notwendigen Mittel “ein letztes Mal” beschaffen oder die entstandenen Schulden begleichen.

Das Spielen selbst dient dazu, Problemen oder negativen Stimmungen (Ängsten, Depressionen, Schuldgefühlen) zu entkommen; immer höhere Beträge werden eingesetzt, um Spannung und Erregung aufrecht zu erhalten.

Stufen einer Spielsucht-Karriere

Gewinnphase

  • Gelegentliches Spiel
  • Ein größerer oder mehrere kleinere Gewinne
  • Positive Erregung vor und während des Spiels
  • Unrealistischer Optimismus
  • Entwicklung von Wunschgedanken
  • Häufigeres Spiel
  • Setzen immer größerer Beträge

Verlustphase

  • Bagatellisierung der Verluste
  • Prahlerei mit Gewinnen
  • Verluste scheinen durch Gewinne abgedeckt zu sein
  • Häufigeres Spiel alleine
  • Häufigeres Denken an das Spiel
  • Erste größere Verluste
  • Verheimlichung von und Lügen über Verluste
  • Vernachlässigung von Familie und Freunden
  • Beschäftigung mit dem Spiel während der Arbeitszeit
  • Aufnahme von Schulden und Krediten
  • Unfähigkeit dem Spiel zu widerstehen

Verzweiflungsphase

  • Gesetzliche und ungesetzliche Geldbeschaffungsaktionen
  • Unpünktlichkeit bei der Schuldenrückzahlung
  • Veränderungen der Persönlichkeitsstruktur: Reizbarkeit, Irritationen, Ruhelosigkeit, Schlafstörungen
  • Völliger gesellschaftlicher Rückzug
  • Vollständige Entfremdung von Familie und Freunden
  • Verlust der gesellschaftlichen Stellung und des Ansehens
  • Ausschließliche Verwendung von Zeit und Geld für das Spiel
  • Wiederholtes tagelanges Spielen
  • Gewissensbisse und Panikreaktionen
  • Illegale Geldbeschaffung
  • Hass gegenüber anderen Spielern
  • Hoffnungslosigkeit, Selbstmordgedanken bzw. - versuch

Hier zu Schluss noch zwei weiterführende Links:
Fachverband Glücksspielsucht und
Anonyme Spieler (GA) Interessengemeinschaft e.V.

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