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Geschichte des Pokers

Autor: QuantumStraight | Datum: So. 24. Juni 2007 | Quelle: Deutschen Pokerverein

Dieser Artikel wurde mir zur Verfügung gestellt mit
freundlicher Unterstützung des Deutschen Pokervereins!

Ursprung in China?

Eine Theorie besagt, dass der Ursprung für das heutige Pokerspiel bereits im Jahre 900 nach Christi in einem chinesischen Dominospiel liegt. Es heißt, der damalige Kaiser Mu – tsung spielte mit seiner Gattin eine Art „Dominokarten“ am Silvesterabend des Jahres 969 n. Chr.

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Der Name passt aber nicht

Näher verwandt mit Poker scheint ein persisches Kartenspiel namens As Nas zu sein. Bereits im 16. Jahrhundert wurde diese Variante gespielt und erfreut sich auch heute noch großer Beliebtheit.. Je nach Anzahl der Spieler (4 oder 5), kommen dabei 20 oder 25 Karten zum Einsatz. Für eine fünften Spieler kommt eine fünfte Farbe in das Paket.

Man kann bei As Nas bluffen, setzen, erhöhen oder auch aussteigen. Es gibt Wertigkeiten wie Vierling, Drilling, zwei Paar und Paar. Gespielt wird As Nas mit 5 verdeckten Karten, und kommt somit dem draw Poker sehr Nahe.

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Das hört sich schon recht gut an

Poque (frz.) oder pochen (dt.) lassen nun auch den möglichen phonetische Ursprung erkennen.

Poque wurde bereits von französischen Siedlern in New Orleans gespielt. In seiner frühen Form wurde mit einem 20er Kartendeck von der Zehn bis zur As von vier Spielern, die jeweils fünf Karten ausgeteilt bekommen, gespielt. Es wurde erstmals mit den Farben HerzHerz Heart, KaroKaro Diamond, KreuzKreuz Club und PikPik Spade gespielt. Setzen und bluffen waren wichtige Bestandteile auch dieses Vorläufers. Die höchste Kombination waren 4 Asse. Straße und Flush wurden noch nicht gewertet. Man nimmt an, das das heutige Wort „Poker“ von nicht französischen Siedlern abgeleitet wurde, die das Wort „poque“ schlampig ausgesprochen haben.

Pochen ist ein deutsches Kartenspiel, das pokerähnliche Regeln hat. Es können bis zu acht Personen teilnehmen, wird mit 32 Karten und dem sog. Pochbrett gespielt. Setzen, erhöhen und bluffen sind auch beim Pochen wichtige Bestand teile. Der beste „Poch“, und somit die höchste Karte sind vier Asse.

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Alles ist möglich

Weitere Verwandtschaften oder Ursprünge könnte es auch durch folgende Theorien geben.

“poke” Signalwort aus der Welt der Taschendiebe

“pukka” hinduistische Abstammung

“Ganjifa” indianisches Kartenspiel

“brag” englisches Kartenspiel

Viele Einflüsse haben zu dem geführt was heutzutage bekannt ist unter dem Pokerspiel und seinen unzähligen Varianten. Übersichtlich wird die Entwicklung des Pokerspiels aber erst durch seine amerikanischen Ursprünge.

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Ursprung und Verbreitung in Amerika

Nachdem sich im „melting pot“ New Orleans die verschiedenen europäischen, arabischen und asiatischen Einflüsse gesammelt haben, entstand dort die Grundlage für das heutige Spiel.

Die Geburt des Poker wird auf das erste oder zweite Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts zurückgeführt.

Im damals noch französischen Gebiet von New Orleans, das 1803 an Louisiana abgetreten wurde.

Die Wiege des Spiels und Ausgangspunkt der Verbreitung waren Spielsalons. Die wichtigste Rolle hatten dabei die berühmt berüchtigten „schwimmenden Salons“, die Mississippi Dampfer, die um 1811 ihre Tätigkeiten aufnahmen und das Spiel über die Flüsse Missisippis und Ohios verbreiteten. Weiter gings dann per Eisenbahn in Richtung Westen. Es heißt, man konnte leicht einen Pokertisch in jedem Salon einer jeden Stadt finden.

Einen der ersten literarischen Verweise macht Jonathan H. Green im Jahre 1834, als er in seinen Schriften das „betrügerischen Spiel“ erwähnte und deren Regeln dokumentierte. Es wurde eine Pokervariante mit 20 Karten und vier Farben gespielt. Die höchste Kombination waren vier Asse.

Im Jahre 1840 wurde fast ausschließlich das 52er Kartendeck verwendet. Der Umstieg vollzog sich, da man durch die Einführung des Flush`s den Faktor Geschicklichkeit erhöhen wollte und deshalb mehr Wertigkeiten von einer Farbe benötigte. Zusätzlich konnten nun auch mehr Spieler an einer Partie teilnehmen.

Die Möglichkeit des Karten Tauschens, Draw Poker, erfreute sich immer größerer Beliebtheit. Das Spiel wurde spannender, da eine zusätzliche Wettrunde eingeführt wurde. 1850 wird „Draw Poker“ erstmals in Bohn`s „New Handbook of Games“ S. 384 erwähnt. Hier kommen stark Einflüsse aus dem englischen „brag“ zur Geltung.

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Von Draw zu Stud

Durch die Umbrüche des amerikanischen Bürgerkriegs erfuhr Poker von der Mitte des 19. Jahrhundert an rasche Änderung bezüglich seiner Varianten.

Stud oder „stud horse“ war eine Erfindung der Cowboys um 1864. Jackpots wurden eingeführt, was bedeutet, dass das Spiel erst ab einer gewissen Kartenkombination eröffnet werden darf. Teilweise wurde auch mit Joker gespielt. Die Einführung und Eingliederung der Straße war ein langer Prozeß, ebenso wie die Anerkennung des Royal Flush als beste Kombination. Erst 1904 wurde die noch heute gültige Wertigkeit von Pokerhänden im Foster`s „Practical Poker“ (London 1904) festgelegt. Dealers Choice wurde immer beliebter.

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Von Wild Widow zur World Series of Poker

Anfang des 20.Jahrhunderts begannen nun auch Boardgames, sowie High/Low oder „Split Pot“ Varianten immer populärer zu werden. Bei High/Lo wird der Pott aufgeteilt, sobald eine Hand im Showdown gewisse Bedingungen erfüllt. Beim heute bekannten Omaha Hi/Low zum Beispiel muß ein Spieler 5 Karten nicht größer als die Neun kombinieren um auf die eine Hälfte des Potts spielen zu können. Kommt kein Spieler in die Wertung, gewinnt der Spieler mit dem besten Blatt den gesamten Pott.

Bei den Board-Game Varianten „Wild Widow“, erstmals im Jahre 1919 erwähnt, sowie bei „Spit in the Ocean“ 1926, gab es jeweils eine Communitycard, die falls man eine Karte der gleichen Wertigkeit in Händen hält als Joker benutzt werden durfte. Es gibt keine genauen Angaben darüber wo oder wann Texas Hold’em zum erste mal gespielt wurde. Der Ursprung des Spiels ist jedoch irgendwo Anfang des 20. Jahrhunderts anzusiedeln und setzt seither unangefochten den Siegeszug durch Amerika fort, und gipfelte im Jahre 1970 als der Erste WSOP Sieger im Binions Horseshoe gekürt wurde.

Egal woher Poker auch stammen mag. Es steht fest, dass Poker das beliebteste und weitverbreiteste Kartenspiel weltweit ist, und die Pokervarianten, die uns heute bereits bekannt sind, wahrscheinlich nicht die letzten bleiben werden.

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